Brauche ich für eine Wärmepumpe unbedingt Photovoltaik?
Nein. Eine Wärmepumpe kann auch mit Strom aus dem Netz betrieben werden. Ob sie wirtschaftlich arbeitet, hängt unter anderem von ihrer Effizienz und dem Stromtarif ab.
Eine Photovoltaikanlage kann den Strombezug um 25-35% reduzieren. Die Entscheidung für oder gegen eine Wärmepumpe sollte deshalb auf einer passenden Heizungsplanung beruhen. Solarstrom ist ein zusätzlicher Baustein, der die Effizienz steigert.
Wie viel Solarstrom kann ich zum Heizen nutzen?
Der nutzbare Anteil hängt von der Größe und Ausrichtung der PV-Anlage, Ihrem Haushaltsverbrauch, dem Wärmebedarf und der zeitlichen Abstimmung ab. Im Winter ist der Heizbedarf hoch, während die Solaranlage weniger Strom erzeugt.
Wir betrachten deshalb den Jahresverlauf. Eine hohe Stromerzeugung im Sommer bedeutet keine vollständige Versorgung der Heizung im Winter. Eine pauschale Eigenversorgungsquote passt nicht zu jedem Gebäude.
Was bringt mir ein Batteriespeicher?
Ein Speicher kann tagsüber erzeugten Solarstrom für spätere Stunden verfügbar machen. Seine nutzbare Kapazität sollte zum Verbrauch und zur PV-Erzeugung passen. Er ersetzt keine saisonale Speicherung vom Sommer in den Winter.
Für die Entscheidung betrachten wir gemeinsam, wann Sie Strom benötigen, wie viel Solarstrom übrig bleibt und welchen Nutzen der Speicher in Ihrem Fall hat.
Was passiert bei einem Stromausfall?
Das hängt von der dafür vorgesehenen Technik ab. Eine normale netzgekoppelte PV-Anlage und ein vorhandener Speicher bedeuten in der Regel, dass das Haus bei Netzausfall nicht versorgt wird.
Für eine Not- oder Ersatzstromversorgung müssen die Komponenten dafür geeignet und passend installiert sein. Dabei ist auch zu prüfen, welche Leistung gleichzeitig verfügbar ist und welche Verbraucher versorgt werden können. Eine Wärmepumpe stellt andere Anforderungen als Beleuchtung oder ein Router.
Wir erstellen auf Anfrage passende Autarkiekonzepte für Sie, damit Sie auch beim Stromausfall nicht im Dunkeln sitzen.
Wie plant man Versorgungssicherheit sinnvoll?
Am Anfang steht die Frage, was bei einem Ausfall weiterlaufen soll und für welche Dauer. Danach lassen sich PV, Speicher und gegebenenfalls weitere Versorgungskomponenten aufeinander abstimmen.
- Welche Verbraucher sind für Sie besonders wichtig?
- Welche elektrische Leistung benötigen sie?
- Wie soll das Gebäude bei längeren Ausfällen mit Wärme versorgt werden?
- Welcher Aufwand passt zu Ihrem gewünschten Maß an Versorgungssicherheit?
Aus diesen Antworten entsteht ein individuelles Konzept. Welche Bausteine dafür sinnvoll sind, hängt von Ihrem Gebäude und Ihren Zielen ab.
